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Sonntag, 15. Dezember 2019
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Lady Macbeth auf Russisch

Vier Morde und eine Hochzeit
Nach dem Musical 'Kiss me Kate' am 20.09 waren die Operngänger um Frau Hänisch wieder gespannt auf das nächste Stück. Nach reichlicher Vorbereitung durch ein Referat mit allen wichtigen Infos über die Handlung und einigen zusätzlichen Musikstücken ging es dann am Mittwoch, den 07.11, in „Lady Macbeth von Mzensk".

Durch das Referat ordentlich eingeschüchtert, da erst dann bekannt wurde, dass die Oper auf Russisch vorgeführt wird und zudem auch die Protagonisten ermordet werden, wurden diejenigen, die bereits Karten erworben hatten, bemitleidet und sogar in freundlich-verzweifelter Weise ausgelacht. Doch als noch einmal darauf hingewiesen wurde, dass bei dem Intendantentreffen dieses Stück von dem 12. Jahrgang nachgespielt werden muss, meldeten sich doch noch viele dieser „Auslacher" an, um diesem Stück zu lauschen.

Am 07.11 um 19:00 Uhr war es also soweit. Alle Schülerinnen und Schüler sowie Frau Hänisch und Frau Kroll fanden sich zum routinierten Treffen vor dem Opernhaus ein. Noch zuvor machten die Schüler/-innen sich gegenseitig lustig, dass man es sowieso nicht verstehen könne (da auf Russisch), der Inhalt zu schwer sein würde oder aber die Gefahr bestehen würde einzuschlafen. Aber auch hier fand Frau Hänisch wie immer die richtigen Worte um die Menschen zu motivieren und ihnen ihre Angst zu nehmen.
19:30 Uhr: Beginn des Stückes. Alle haben ihre Plätze eingenommen und schauen gespannt auf die Bühne. Doch noch hebt der Vorgang sich nicht. Allein der Schäbige (ein Ausgestoßener aber Rechtschaffener der Gesellschaft) trat auf die Bühne und zog sogleich die Aufmerksamkeit auf sich. Doch dann öffnete sich der Vorhang und das Orchester setzte ein: Alles passte gleichzeitig. Die Musik, der Text, die schauspielerische Leistung, sowie das Bühnenbild wirkten perfekt; und das nicht nur zu Anfang, sondern durchgehend bis zum Schluss. Man vergaß sogar fast, dass man einer anderen Sprache zuhörte, da allein die Gestik und Mimik alles wiederspiegelten, was gesagt werden musste. Doch am ausschlaggebendsten war jedoch die Musik. Sie war einzigartig, schön aber dennoch traurig und spannend zugleich. Kein Stück glich dem anderen und alles war in Harmonie zusammengefasst. Dafür ein großes Lob an das Orchester und den Dirigenten.

Das Stück selbst erzählte dabei eine brutale aber dennoch traurige Geschichte der Lady Macbeth, Frau eines Kaufmannes, die durch dessen Abwesenheit sich einen Liebhaber aneignet. Damit diese Liebe nicht gestört wird, vergiftet sie ihren Schwiegervater tödlich (1. Mord), wenig später erstickt sie ihren Gatten (2. Mord), der von seiner Geschäftsreise zurückkehrt, um die Leiche anschließend im Keller zu verstecken. Genau diese Tatsache wird ihr zum Verhängnis. Der Schäbige entdeckt die Leiche und meldet dies am Tag der Hochzeit von Lady Macbeth und Sergej der Polizei. Nach der Trauung wird das Ehepaar festgenommen und in die Zuchtanstalt gesperrt. Doch ist dies noch nicht genug. Der Ehemann findet eine neue Liebe. Als seine Frau dies mitkriegt, bringt sie diese jedoch um (3. Mord) und anschließend sich selbst (4. [Selbst-] Mord).
Diese Oper ist durchaus nicht leicht, doch die Musik, welche nur in der Zeit wirkt, macht sie wesentlich einfacher und genussvoller als ein Bericht es je könnte. Denn auch die Kritiker, welche zuvor die Operngänger bemitleideten um sich dann doch anzuschließen, waren gefesselt von der Musik, den Schauspielern und der Inszenierung.
Keiner hätte je mit einem so interessanten Stück gerechnet und dass die russische Sprache im Grunde so einfach zu verstehen war.

Meine Empfehlung: Nutzen Sie die Gelegenheit und besuchen sie dieses wunderbare Stück und überzeugen Sie sich selbst.

Sascha Möller, 12. Jahrgang

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